Merkur

Hier sieht man einen Teil der nördlichen Hemisphäre mit kleineren Einschlagskratern und Flächen mit vulkanischen Ablagerungen (bläulich), unten rechts der große Mendelsohn-Krater mit knapp 300 km im Durchmesser. Eine Aufnahme der Messenger Sonde.

(foto – NASA/JHUAPL/Carnegie Institute Washington)

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Merkur Transit

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17 Minuten nach Eintritt

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40 Minuten nach Eintritt

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1 Stunde 42 Minuten nach Eintritt

Das kleine, schwarze Pünktchen, ist unser innerster Planet Merkur, wie er vor der Sonne vorbeizieht – ist er nicht niedlich? Soviel zu den Größenverhältnissen innerhalb unseres Sonnensystems.

(fotos – Marc Spooner)

Himmels-Schauspiele

Gestern Abend nach Sonnenuntergang bot sich ein reizvoller Anblick. Tief im Westen hing der schmale Sichelmond über dem Horizont und lud dazu ein, ihn mit Gebäuden, Bäumen oder über Wasser abzulichten – sehr spannende Motive ergaben sich. Gleichzeitig stand Jupiter unübersehbar hell  und hoch am Himmel. Auch der gelblich leuchtende Mars war sehr gut zu sehen. Ein für Sternseher perfekter Abend, denn durch den steten Ostwind hatten wir im Rhein-Main-Gebiet eine ungewöhnlich klare Atmosphäre, es waren dadurch auch relativ viele Sterne zu sehen.

Heute kommt es zu einer anderen seltenen Konstellation, für die man allerdings Spezialausrüstung benötigt. Der Merkur wird vor der Sonne vorbeiziehen: ein sogenannter Merkur-Transit findet statt. Dies kann man entweder in der heimischen Sternwarte beobachten – es werden überall spezielle Veranstaltungen angeboten – oder aber, man muss ein besonders geeignetes Objektiv plus Filter besitzen. Keinesfalls sollte man mit einem normalen Teleskop in die Sonne blicken – man würde Merkur ohnehin nicht sehen und höchstens eine Erblindung riskieren….

Merkur

Detailaufnahme der Oberfläche des innersten Planeten durch die Sonde Messenger. Durchmesser des gezeigten Gebietes etwa 500 Kilometer.

(foto – NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Merkur

False Color View of Mercury

Diese Falschfarbenaufnahme der Sonde Messenger illustriert verschiedene geologische Bodenformationen auf dem innersten Planeten.

(foto – NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington)

Merkur am Abendhimmel

Zur Zeit besteht die Möglichkeit einen seltenen Gast zu beobachten. Tief am Südwesthimmel zeigt sich etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang Merkur. Ein Fernglas ist hilfreich und es sollten keine Dunstschleier oder Wolken den Horizont bedecken. Bis Anfang Januar wird man den Planeten dort noch finden können.

Merkur

Dies ist eines der letzten fünf Fotos, welches die Sonde Messenger am 30. April diesen Jahres aus nur 40 Kilometer Höhe von Merkur übermittelte, bevor sie am selben Abend auf dem Boden des innersten Planeten unseres Sonnensystems zerschellte…  ( foto – NASA )