NGC 5398

55 Millionen Lichtjahre entfernt von der Erde befindet sich diese Galaxie mit großen Wolken ionisierten Wasserstoffgases (foto – ESA/Hubble/NASA).

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NGC 178

Nur halb so groß wie unsere Milchstrasse, ist diese Galaxie Geburtsstätte ungezählter neuer Sterne (foto – ESA/Hubble/NASA).

NGC 5949

Diese Zwerggalaxie befindet sich mit 44 Millionen Lichtjahren noch in der „Nachbarschaft“ unserer Milchstrasse (foto – ESA/Hubble/NASA).

Galaxie IC 10

130 Jahre nach ihrer Entdeckung durch den Amerikaner Swift ist dies die neueste Aufnahme der 2,2 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie.

(foto – X-ray: NASA/CXC/UMass Lowell/S. Laycock et al.; Optical)

Kinder des Sternenstaubs

Die wichtigsten Bausteine des Lebens, wie Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff sind so stabil, dass sie nach ihrer Entstehung im Urknall (Wasserstoff) oder im Fusionsprozess eines Sterns (schwerere Elemente) den Lebenszyklus von Sternen unbeschädigt überdauern. Millionen oder gar Milliarden Jahre wabern sie dann als Staub durch das Universum, bis sie sich erneut mit anderen Atomen zusammenballen, verklumpen und einen neuen Stern samt Planeten hervorbringen. Im Schnitt hat jedes Atom auf der Erde, somit auch jedes Atom des menschlichen Körpers, bereits vier solche Zyklen hinter sich. Wir Menschen bestehen also im Prinzip aus nichts anderem, als aus Sternenstaub. Rund die Hälfte all des irdischen Baumaterials  hat extrem weite Strecken im All zurückgelegt.

Viele Atomkerne stammen nicht aus unserer Milchstraße, sondern von weiter entfernten Sternhaufen.  Eine große Galaxie bezieht demnach die Hälfte ihrer gesamten Masse aus Sternansammlungen, die bis zu eine Million Lichtjahre entfernt sind. Zum Vergleich: Der Durchmesser unserer Milchstraße beträgt gut 100 000 Lichtjahre. Die importierte Masse stammt von sterbenden Sternen, die ihre Überreste als explodierende Supernovae ins All spucken. Die beschleunigten Staubmassen werden dabei mit größerer Wucht als bisher bekannt durch die scheinbar leeren Räume zwischen den Galaxien geweht. Die Zyklen dieser Masseverschiebungen können allerdings mehrere Milliarden Jahre dauern.