Benoit Hamon

Benoit Hamon vom linken Flügel der Sozialisten.

Große Überraschung bei den Vorwahlen der Sozialisten in Frankreich: nicht Ex-Premier Valls setzt sich durch, sondern der Linksaußen der Partei. Dies ist eine weitere schallende Ohrfeige für den noch bis Mai amtierenden Präsidenten Hollande. Das Parteivolk gibt  damit dem offensichtlichen Unbehagen an der wirtschaftsliberalen Politik ihres Chefs eine Stimme. Hollande wird als der unbeliebteste und erfolgloseste Präsident Frankreichs in die Analen eingehen: es wird nichts, aber auch gar nichts im Gedächtnis bleiben von seiner Amtszeit, außer seinem ewigen Zaudern und den hohle Phrasen seiner drögen Reden – eine wirklich tragische Figur in der neueren französischen Geschichte… 🙄  (foto – AFP)

Patricia Kaas

Die Französin hat viel für die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich getan – im Dezember feierte sie ihren 50.Geburtstag. Dieses Jahr steht eine große Welttournee an.

Lenta

LENTA featuring Shahr Farang

Bei Interesse in der Soundcloud stöbern – oben seinen Namen drücken!

Dort kann man auch ganze DJ Sets von ihm finden und durchhören!

David Guetta & Start der Fußball EURO-16

Die Hymne zur Euro-16 von Frankreichs bekanntesten DJ und Produzenten für Dancefloor Music. Wer erkennt die Grundmelodie – nicht schwer !?   🙂

Gestern Abend fand am Eiffelturm die Opening Party mit 80.000 friedlichen Fans statt.  Ich oute mich hier mal als gemäßigter Fußball Fan. Ich bin kein Junkie, der jedes Spiel ansieht. Auch muss die deutsche Mannschaft nicht Europameister werden. Aber ich schaue schon ganz gern gelegentlich ein gepflegtes Spiel.

Am wichtigsten ist, dass alles friedlich bleibt in Frankreich – damit meine ich nicht nur die Terroristen, sondern auch schwachsinnige „Fans“, wie sie schon vor Beginn der Spiele in Marseille in Erscheinung getreten sind. Leider gibt es diese Leute in allen Ländern, dass es hier zufällig Engländer waren, soll gar nicht unsere Freunde jenseits des Kanals an den Pranger stellen – ich erinnere nur an den französischen Polizisten, der 1998 bei der WM fast von deutschen „Fans“ totgeschlagen worden wäre und bis heute schwer behindert und arbeitsunfähig ist….

Sowas wollen wir in der Zukunft nach Möglichkeit nicht mehr sehen…

Emmanuelle Seigner

Die französische Schauspielerin und Gattin von Roman Polanski ist auch eine hervorragende Sängerin. In einem Interview sagte sie einmal, das ihr Singen sogar wichtiger sei, als vor der Kamera zu stehen. In „Backstage“ konnte sie zusammen mit Isild Le Besco beides kongenial verbinden…

Femme

😀  Das Video ist zu putzig…

LE COULEUR

Mes doigts délicats
Frôlent ta peau d’ébène
On me parle de toi
Je ne les comprends pas
Le rideau se ferme
Et tes lumières s’éteignent
Mais la nuit je rêve de toi
Sans moi

Tu es parti là-bas

J’adorais ce look
Qui nous donnait ce hook
À chaque fois un ennui
Qui nous fichait la trouille
Une dernière fois
Scintille le soleil
Mais la nuit de rêve de toi
Sans moi

Tu es parti là-bas

J’ai goûté la mer
Tume des sentiments
Je n’y pouvais rien
Mes yeux et l’océan
Une dernière fois
Sous un ciel scintillant
Mais la nuit je ne rêve plus
De toi

Je suis partie là-bas

Ein letzter Brief von „Charb“

Unter dem Titel „Lettres aux escrocs de l`islamophobie qui font le jeu des racistes“ wurde in Frankreich das letztes Manuskript des bei dem Attentat auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ getöteten Karikaturisten und Chefredakteurs Stephan „Charb“ Charbonnier veröffentlicht. Es ist eine Art offener Brief, der sich an die „Gauner der Islamophobie“ richtet, die sich von Rassisten instrumentalisieren ließen. Der Begriff der „Islamophobie“ sei von islamistischen Fundamentalisten nur geschaffen worden, um in der Konkurrenz mit dem Antisemitismus bestehen zu können. „Vor dem Islam Angst zu haben ist idiotisch, aber kein Vergehen“, sagt Charbonnier. Und weiter: „Religionen existieren nur dank ihrer Gläubigen, und über sie darf man sich lustig machen!“ Weder Bibel noch Koran seien das Problem – Charbonnier bezeichnet sie als „inkohärent und schlecht geschriebene Seifen-Romane“. Das Problem sind demnach die Leser, die diese Schriften „wie eine Ikea-Anleitung lesen“ und dabei Angst haben, dass nicht nur ein Möbelstück, sondern gleich „die ganze Welt zusammenbricht“. Indem er sauber zwischen der Religion und ihren Gläubigen trennt, spricht „Charb“ den Muslimen das Recht ab, sich durch die Karikaturen in ihren religiösen Gefühlen verletzt zu fühlen.

Charbonnier geht aber auch mit denen ins Gericht, die sich gerne auf der richtigen Seite glauben: mit Journalisten und „weißen, bürgerlichen ‚Links‘-Intellektuellen“ samt ihrem „ekelhaften Paternalismus“, vor allem aber mit Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, der ideologisch alles vorbereitet habe, indem er den Rassismus gesellschaftsfähig machte (erinnern wir uns an die unseligen „Kärcher“ Sprüche in der Banlieu). Diese Leute hätten eben auch eine Reaktion der fanatisierten jungen Muslime herausgefordert. Ausbaden mußte es am Ende Stephan Charbonnier selbst – er wußte, dass er gefährdet war. Aber das hätte ihn keinen Moment zum Aufhören bewegen können. In den Weihnachtsferien beendete er die Niederschrift des bald hundertseitigen Manuskripts, am 5. Januar gingen die korrigierten Fahnen an den Verleger. Bereits am 7. Januar stürmten dann die Brüder Kouachi die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“, erschossen Stephan und elf weitere Menschen. Das posthum erschienene Buch ist also quasi ein Testament!

“Lettres aux escrocs de l`islamophobie qui font le jeu des racistes” – erschienen beim Verlag „Les Echappés“, 120 S., 13,90 €