Rechtsruck in Europa

Ein früherer Neo Faschist und Freund des rechten Ex Ministerpräsidenten Berlusconi ist nun also Präsident des EU Parlaments – wie konnte das passieren?  Ich mochte schon unseren Onkel Plappermaul Schulz nicht, der es vorzog, angesichts des Wahljahrs nach Berlin zu wechseln – da winken nämlich interessante Jobs,  vielleicht sogar der des Außenministers. Es wundert einen nicht, dass sich das Ansehen der europäischen Institutionen bei den Bürgern im stetigen Sinkflug  befindet.

Und der weitere Rechtsruck droht bereits im März, wenn die Niederlande wählen, wo Herr Wilders inzwischen als Wahlsieger gehandelt wird. Danach kommt das größere und wichtigere Frankreich, wo Frau Le Pen zumindest in die Stichwahl einziehen dürfte, das gilt als sicher. Für den krönenden Abschluss wird im September Deutschland sorgen, wo uns ein Sechs-Parteien-Parlament mit einer starken AfD blüht – dann wird es mit Sicherheit noch schwerer, vernünftige Koalitionen zu schmieden: bitte nicht noch weitere vier Jahre schwarz/rot! Das wäre das absolute Grauen, könnte aber unter ungünstigen Bedingungen zur Dauerlösung werden.

Tschüß England

 

Ich hoffe, die Briten stimmen morgen für einen Austritt aus der EU! Ich bin nämlich das ewige Genörgel an Europa, das dauernde Nachverhandeln, die vielen Extrawürste für das „Königreich“ so satt. Und egal, was man macht, sie sind ja eh nie zufrieden. Sollen sie doch sehen, wie sie ohne Europa klar kommen. Mir liegt nichts an der Insel, war nie ein großer England-Fan. Insofern sehe ich der Abstimmung mit großer Gelassenheit entgegen. Auf jeden Fall wird ein Austritt uns weniger schaden, als Großbritannien…

Europa

Die vereiste Oberfläche von Europa scheint vielfach aufgebrochen und von Rissen und Verwerfungen durchzogen. Obwohl der innerste Mond Jupiters nur gute 3000 km im Durchmesser misst, dürfte er die größte Menge an Wasser im gesamten Sonnensystem beinhalten, da es ja keine Landmasse, wie z.B. auf der Erde, gibt.

(foto – NASA/JPL-Caltech/SETI – Institute)

Tschernobyl – dreißig Jahre danach

Während der neue Sarkophag im ukrainischen Tschernobyl immer noch nicht fertig ist, hoffen die Behörden, dass die gefährliche Strahlung aus dem geschmolzenen Reaktorkern im 31.Jahr nach der Katastrophe dann besser versiegelt sein wird. Die immensen Kosten für diese Operation hat übrigens das Ausland übernommen, zum großen Teil die EU aber auch die USA. Ich erinnere mich noch genau an die Geschehnisse im Jahr 1986 und wie wir erst mit Verzögerung von der Verstrahlung erfuhren, nachdem in Skandinavien, nach Tagen der Untätigkeit in der Sowjetunion, plötzlich exorbitant erhöhte Werte festgestellt wurden. In Deutschland ist bis heute am stärksten Südost-Bayern von der Seuche betroffen. Cäsium 137 findet sich nach wie vor in hoher Akkumulation in Pilzen und im Wild. Der Hot Spot liegt irgendwo zwischen der Oberpfalz und dem  Bayrischen Wald, wo man wirklich weder selbst gesammelte Pilze noch lecker Wildschwein „genießen“ sollte. Aber auch andere Gebiete in Süddeutschland sind immer noch stark betroffen, dies kann lokal sehr unterschiedlich sein.

In Tschernobyl begann eine neue Zeitrechnung.

Was haben sie uns damals gesagt, als wir in Brokdorf demonstrierten und man uns Protestler wie Kriminelle behandelte: in 1000 Jahren gibt es vielleicht mal einen Atomunfall, wenn überhaupt. Atomkraft sei ja sooo sicher und sooo billig – jetzt hatten wir schon drei Havarien in nicht mal 40 Jahren (Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima – der Unfall am Ural in den 50er Jahren noch nicht mitgerechnet).  Und der deutsche Steuerzahler darf jetzt auch noch die Abwicklung der alten, längst abgeschriebenen Kraftwerke bezahlen, mit denen sich die Stromkonzerne schon dumm und dusselig verdient haben (plus Anschubfinanzierung des Bundes in den 60er Jahren, inklusive staatlich bezahlter Probereaktoren, z.B. in Kahl vor den Toren Frankfurts).  Ihr werdet sehen, das wird so kommen! Während die Stromkonzerne sogar die Frechheit besitzen, beim Bund auf Entschädigungen zu klagen und kleines, dickes Gabriel dem nichts aber auch gar nichts entgegenzusetzen hat. Auch in Hessen wird so eine Klage bereits vorbereitet, vom Betreiber des Kraftwerks in Biblis gegen die Staatsregierung. Dabei ist das Problem der Lagerung der auf Jahrtausende strahlenden Abfälle natürlich immer noch nicht geklärt,  in keinem Land der Erde. Aber was kümmern uns schon die kommenden Generationen, wir leben doch jetzt – und nach uns die Sintflut…

Brexit

Liebe Engländer

Bitte macht jetzt langsam ernst mit dem Austritt aus der EU! Ich bin das ewige Gequängel aus London nun wirklich leid. Was denkt sich diese Regierung? Immer noch mehr Exrawürste werden verlangt – wo sind wir denn eigentlich? Das ist so ähnlich, wie mit den Bayern in Deutschland. Wo kämen wir hin, wenn jedes der 28 EU-Länder permanent für sich neue, günstigere Regelungen herausschlagen wollte? Ich verstehe nicht, dass Brüssel diesen Ansinnen auch noch ständig nachkommt und versucht, den Briten Zucker zu geben. Herr Cameron, bitte lassen sie ihr Volk wie versprochen endlich abstimmen, am besten noch dieses Jahr. Und danach bitte Ruhe – mal sehen, wie England ohne Europa auskommt. Sicher wesentlich schlechter, als Europa ohne England – und Tschüß…

Haben die „Gotteskrieger“ schon gewonnen?

?Flüchtlinge & Terroristen? – das gar unheilige Süppchen,
welches unsere Politik mit der uralten Angstthematik kocht…

Das ist noch ein Artikel vom Frühjahr aus meinem alten Blog, der durchaus Bezug zum aktuellen Geschehen hat. Denn schon wird nach anfänglich recht kurzer „Willkommenskultur“ wieder vor den vermeintlichen Gefahren der „Flüchtlingswelle“ gewarnt. Ich sage, alles Augenwischerei! Das eine hat nichts mit dem Anderen zu tun. Die Terroristen kommen sowieso, oder sind schon längst hier, ob mit oder ohne Flüchtlinge. Dies ist ein nur zu durchschaubares Scheinargument, um sofort die Schrauben wieder anzuziehen – ganz vorne dabei die Herren Seehofer und de Maiziere…

Vor was fliehen denn die Leute in Syrien bitteschön – und dann werden sie hier gleich wieder als potenzielle Terroristen gesehen? Schämt euch!     🙄

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Was machen die Ereignisse von Paris, Vervier oder Brüssel mit unseren Gesellschaften in Europa? Wie kommt es, dass die Schere im Kopf oder im Mund bei Vielen jetzt schon freiwillig einschneidet? Haben die Terroristen nicht schon das erste Ziel erreicht, nämlich unsere Gemeinwesen zu verunsichern und angstvolle, irrationale Handlungen auszulösen? Warum werden Demonstrationen auf Grund von vagen „Hinweisen“ verboten, obwohl immer etwas passieren kann, so oder so – sicher ist man doch nie? Das Leben ist halt gefährlich. Hinweise gibt es immer, nur meist nicht auf die Sachen, die dann wirklich passieren. Das ist eine Binsenweisheit. Nachher ist man immer schlauer. Verbiete ich heute Dresden, knallt es vielleicht in München. Sollen wir uns DAVON leiten lassen, oder nicht gerade jetzt weiter machen wie bisher und den verwirrten, angeblich von Gott geleiteten „Kriegern“ UNSERE Werte und Errungenschaften entgegensetzen. Sind nicht gerade Versammlungs- und Pressefreiheit mit die höchsten Güter der Demokratie?

Warum trauen sich viele Zeitungen schon nicht mehr, bestimmte Karikaturen abzudrucken, egal ob sie von Mohammed handeln, oder nur von Muslimen im allgemeinen? Hat die geschärfte Schere im Kopf schon so stark von uns Besitz ergriffen, dass z.B. in meiner östlichen Nachbarstadt Hanau, eine für das Frühjahr fest geplante Karikaturenausstellung abgesagt wurde, nur weil man eventuellen Ärger mit irgendwelchen davon sich „betroffenen fühlen Könnenden“ fürchtete? ( die Ausstellung fand dann übrigens nach vielem Hick-Hack doch noch statt – unter großem Polizeischutz. Und natürlich ist gar nichts passiert! ) Ist es jetzt schon so weit? Und warum nutzen unsere lieben Politiker in Land und Bund wieder die allgemeine, diffuse Terrorangst, die sie aber gleichzeitig munter selbst mit schüren, um sehr flott an den Stellschrauben eines Zurückfahrens unserer Grundrechte zu drehen. Stichworte wären hier die Vorratsdatenspeicherung, der gläserner Bürger, immer noch mehr Kameras im öffentlichen Raum, die Armee auf die Straßen, wie in Belgien geschehen (ein Journalist dort meinte, wir seien doch nicht Kabul) usw. usf.

All das wird ja im Falle des Falles überhaupt nichts nützen, weil der nächste Anschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit irgenwo anders, auf andere Weise, mit anderen Mitteln und neuen Opfern stattfinden wird. Und das Geschrei wird wieder groß! Aber unsere schönen Grundrechte sind dann futsch – so oder so – und die Gesellschaft wird nicht mehr die Selbe sein. Wollen wir das wirklich??? Wehret den Anfängen!