Holzbiene an Lavendel

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(foto – Carmelo Pecina)

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Unsere kleinen Freunde

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Ich mache mir große Sorgen um die Bienen. Noch nie in der Geschichte wurden so viele Herbizide, Fungizide und Pestizide versprüht. Wie ich befürchtet hatte, wird auch die Geisel Glyphosat unter fadenscheinigen Gründen „befristet“ weiter erlaubt sein. Unsere kleinen Freunde machen das nicht mehr lange mit – die Imker sprechen von dramatischen Verlusten in den letzten Jahren. Und ohne die Biene geht es bekanntlich nicht. Der Mensch wird erst den Ernst der Lage begreifen, wenn es zu spät ist…

(foto – pazaconyoman)

Japanische Holzbiene

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Solitärbienen, die es auch ähnlich in Deutschland gibt, recht selten. Hier hängt sie an einer  Kleeblüte, deren Nektar Nahrung ist. Sehr hübsche, schwarze Tierchen mit bläulichen Flügeln (foto – Norio Nomura).

Bienen im Dauerstress

Die Imker schlagen Alarm! Auch der letzte Winter brachte wieder Verluste bei den Bienenvölkern bis zu 40%, normal wären 15%. Es war der zweite sehr milde Winter in Folge und dies begünstigt den Quälgeist der Honigbiene, die Varoamilbe. Allerdings ist für das Bienensterben ein ganzes Bündel von Faktoren verantwortlich, denn die Varoamilbe gibt es bereits seit Anfang der 80er Jahre in Deutschland und die Bienen kamen durchaus klar mit dem Befall. Schlimmer sind Ausfälle durch neue Spritzmittel, insbesonder mit dem Inhaltsstoff Nikotin, oder Beizmittel im Saatgut, deren Spuren im Ackerstaub dann auf Blüten bzw. in die Bienenstöcke gelangen. Den Bienen macht auch die immer ausgeprägtere Fragmentierung unserer Industrielandschaft stark zu schaffen. Dazu kommt die Tendenz zu immer größeren Monokulturen und nur wenigen Sorten in ausgeräumten Feldfluren. Diese Faktoren produzieren Stress bei den Bienen, der in Verbindung mit den Umweltgiften und dem Schädlingsbefall in der Summe zu den hohen Ausfallzahlen führt. Was uns in einigen Jahren blühen könnte, sieht man heute schon in den Vereinigten Staaten. Dort kommt es  in manchen Gegenden mitunter zu Verlusten bis zu 100% . Auch die Wanderimker können dann nicht mehr helfen, denn sie sind ebenso von den katastrophalen Auswirkungen des Umweltstress´auf die Bienen betroffen. Dazu kommt die große Trockenheit in vielen Gebieten der Staaten. Im deutschen Südwesten ist es inzwischen auch schon zu trocken, ebenso in der Mark Brandenburg. Die letzten beiden Jahre waren dort die trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Darunter leidet der Wald und die Felder sind extrem ausgedörrt. All dies hat auch Auswirkungen auf die Bienenpopulationen. Es ist bereits fünf vor zwölf! Ohne Bienen können wir nicht leben. Zumindest bei den Umweltgiften und der vielfältigeren Gestaltung der Agrarflächen könnten wir positiv eingreifen – aber es müßte der Wille dazu da sein. Im Moment sehe ich viel Gleichgültigkeit bei der Agrarlobby.