Kinder des Sternenstaubs

Die wichtigsten Bausteine des Lebens, wie Wasserstoff, Sauerstoff oder Kohlenstoff sind so stabil, dass sie nach ihrer Entstehung im Urknall (Wasserstoff) oder im Fusionsprozess eines Sterns (schwerere Elemente) den Lebenszyklus von Sternen unbeschädigt überdauern. Millionen oder gar Milliarden Jahre wabern sie dann als Staub durch das Universum, bis sie sich erneut mit anderen Atomen zusammenballen, verklumpen und einen neuen Stern samt Planeten hervorbringen. Im Schnitt hat jedes Atom auf der Erde, somit auch jedes Atom des menschlichen Körpers, bereits vier solche Zyklen hinter sich. Wir Menschen bestehen also im Prinzip aus nichts anderem, als aus Sternenstaub. Rund die Hälfte all des irdischen Baumaterials  hat extrem weite Strecken im All zurückgelegt.

Viele Atomkerne stammen nicht aus unserer Milchstraße, sondern von weiter entfernten Sternhaufen.  Eine große Galaxie bezieht demnach die Hälfte ihrer gesamten Masse aus Sternansammlungen, die bis zu eine Million Lichtjahre entfernt sind. Zum Vergleich: Der Durchmesser unserer Milchstraße beträgt gut 100 000 Lichtjahre. Die importierte Masse stammt von sterbenden Sternen, die ihre Überreste als explodierende Supernovae ins All spucken. Die beschleunigten Staubmassen werden dabei mit größerer Wucht als bisher bekannt durch die scheinbar leeren Räume zwischen den Galaxien geweht. Die Zyklen dieser Masseverschiebungen können allerdings mehrere Milliarden Jahre dauern.

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2 Gedanken zu “Kinder des Sternenstaubs

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