Eisbärchen im Tierpark

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In Berlin gibt es nach 10 Jahren wieder einen jungen Eisbären. Diesmal allerdings draußen in Friedrichsfelde im Tierpark und nicht im Zoo in der Innenstadt. Eltern sind die beide aus Russland stammenden Wolodja und Mutter Tonja, die sich sehr gut um den kleinen Bub gekümmert hat. Ab März wird das Bärchen auf der Außenanlage zu sehen sein. Es freut mich für den Tierpark, der nicht übermäßig viele Besucher hatte in den letzten Jahren – dieses Event wird für 2017 sicher einen Schub geben! Der Tierpark ist nicht nur ein Zoo, sondern ein wunderbarer Landschaftspark und es lohnt sich, ihn zu entdecken, gerade an heißen Sommertagen, wenn die alten Bäume dort Schatten und Kühle bieten!  (foto oben – Friedrich Gross)

Das noch namenlose Kind hat bereits, vorerst noch spielerisch, Interesse an Fleisch, während Mutter Tonja das Gehege aufräumt….  😉

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19 Gedanken zu “Eisbärchen im Tierpark

  1. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich überhaupt eine Affinität
    zu Eisbären habe – schon seit meiner Kindheit. Damals
    gab es sie auch noch im Kölner Zoo und später ebenso
    im Frankfurter. Beide Einrichtungen haben inzwischen
    die Haltung zu Gunsten anderer Arten aufgegeben.
    Aber wir können uns noch über Andenbären freuen.
    die auch bereits Junge hatten, in einem sehr
    schönen großzügigen Gehege! In Berlin tut
    sich unter der neuen Leitung viel. Es wird
    modernisiert und auch bei der Haltung
    so einiges geändert – bei allen Arten.
    Das ist erfreulich! 🙂

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    1. Oh, es gibt in Deutschland auch sehr gute Zoos. Zum Beispiel in Gelsenkirchen oder Hannover. Auch Hellabrunn ist nicht schlecht. In Frankfurt versucht man das geringe Platzangebot damit zu kompensieren, dass man Großtiere abgeschafft hat und sich auf bestimmte Arten spezialisiert. Es gibt schon lange keine Elefanten mehr. Bei den Raubkatzen hat man nur je ein Pärchen Löwen und Tiger mit sehr schönen Gehegen. Oder eben nur die eine Bärenart, die dann aber optimal gehalten wird. Das ist der Trend heute und so macht es auch der Zoo Berlin. Das Management in den deutschen Tierparks hat sich in den letzten Jahren sehr verändert und einer neuen Philosophie Platz gemacht. Nicht Masse zeigen, sonder eine qualitätsvolle Auswahl an gut gehaltenen Tieren. Die verschiedenen Zoos haben sich auch spezialisiert. So ist z.B. in Köln die Elefantenhaltung vom allerfeinsten, diese Anlage muss man mal gesehen haben, dann weiß man, was möglich ist! Frankfurt hat sich auf Primaten spezialisiert und ist da
      auch in der Zucht führend. 🙂

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  2. Schönes Video. Tierparks und Zoos dürften wohl bald die letzten Bastionen für diese imposanten Tiere sein. In den natürlichen Lebensräumen sehe ich schwarz für die weißen Bären. In der arktischen Region hatte der Klimawandel in den letzten Jahren besonders gravierende Auswirkungen – und Besserung ist ja bekanntlich nicht in Sicht.

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    1. Das sehe ich genauso – wenn sich das Meereis in der arktischen Region derart rapide weiter zurückzieht, wie in den letzten Jahren, dann sehe ich schwarz. Dazu kommt, dass mehrjähriges Eis zunehmend durch schnell tauendes Einjähriges ersetzt wird und zudem das Eis insgesamt immer früher taut und später friert. Damit wird das Nahrungsfenster in den Wintermonaten für die Bären immer kleiner, denn sie sind auf das Eis für die Robbenjagd existentiell angewiesen! Man schätzt, dass es vielleicht noch 30 – 50 Jahre wilde Eisbären geben wird. Bis dahin dürfte es in Afrika aber auch keine Löwen, Nashörner oder Giraffen mehr geben – die sind ähnlich stark bedroht, dort durch den Bevölkerungsdruck des Menschen. 😦

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      1. Eine große Unbekannte sind zusätzlich die möglichen Veränderungen in den Wanderungen der Fischschwärme aufgrund veränderter Wassertemperatur. Bleiben die Fischschwärme im Eisbärengebiet aus, werden auch die Robben fehlen – und dann sieht es düster aus für „Meister Eispetz.“

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        1. Da gibt es noch einige Unbekannte – kaum ein Ökosystem ist so anfällig, wie die Arktis. Da wäre ja auch noch das Problem der Anreicherung von Giften in der Nahrungskette, speziell von Dioxin, welches die Robben in ihrem Fett speichern und das dann die Leber der Eisbären, als Spitze der Nahrungskette, über Gebühr belastet.

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  3. Das mit dem Fleisch habe ich im Fernsehen,ich gönne es dem Tierpark Berlin. Ich denke die Haltung hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Gelsenkirchen ist wirklich schön geworden, nach dem riesigen Umbau. In Wuppertal ist es aufgrund der engen und steilen Lage schwierig, die Tiere besser zu halten.

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    1. Ja, die Anlage in Wuppertal ist eher suboptimal. Aber das Team dort ist sehr engagiert – das macht einiges wett. In Berlin wird zur Zeit auch viel gebaut und verbessert. Ich denke, der Tierpark wird in ein paar Jahren ein richtiges Schmuckstück sein. Da ist noch sehr viel Potential nach oben!

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