Nebelsonne

Coucher de soleil sur arbres givrés

(foto – Olivier Cecillon)

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Trump sollte die Zölle in den USA lieber nicht erhöhen . . .

 

AMERIKAS WICHTIGSTE HANDELSPARTNER:

1. CHINA   –  Export 104, 1 –  Import 423,4  Milliarden Dollar

3. Mexico – Export 212, 0  – Import 270, 0  Milliarden Dollar

5. BRD – Export 45,0  – Import 104, 6  Milliarden  Dollar

(Zahlen für 2016)

 

Diese Tabelle zeigt eindrucksvoll das riesige Handelsbilanzdefizit, welches die USA mit China hat ! Es werden vier mal mehr chinesische Produkte in die USA eingeführt, als umgekehrt über den Pazifik nach China wandern. Was da ein Handelskrieg bedeuten würde, lässt sich unschwer erahnen. Mit Mexiko sehen die Zahlen nicht viel besser aus. Einzig mit Canada ist die Bilanz einigermaßen ausgeglichen.

Deutschland kommt erst nach Japan. Aber auch hier gilt: mehr als doppelt so viel Produkte aus deutscher Produktion finden ihren Weg über den Atlantik, als umgekehrt von USA nach Deutschland. Wer ist hier also von wem abhängig ? Mit China beträgt das Handelsvolumen sogar 16 % des gesamten Handels: das sind keine Peanuts, die man über Bord wirft.

Mein schönstes Beispiel ist immer die Walmart Kette in den USA, die sage und schreibe zwischen 60-70% ihrer Produkte aus China bezieht. Erhöhte Zölle würden dieses Geschäft nicht mehr rentabel machen und hunderte Märkte mit tausenden von Angestellten könnten schließen. Dies dürfte kaum in Trumps Absicht liegen, will er doch Arbeitsplätze schaffen und nicht schon Bestehende vernichten…

Schon diese Milchmädchenrechnung wirft kein gutes Licht auf Trumps ökonomische Kompetenz – er müsste die Zahlen eigentlich kennen !?

UPDATE:

Soeben hat Trump die Erhebung von 20% Strafzöllen auf alle aus Mexiko eingeführten Waren verkündet. Dies wohl aus Ärger über die Absage von Mexikos Präsident, der eine Zahlung seines Landes für den umstrittenen Mauerbau weiter kategorisch (völlig zu Recht) ablehnt und seinen Besuch in Washington absagte.

Mit dieser Zollerhöhung, die im übrigen noch auf ihre juristische Durchführbarkeit geprüft werden muss, wird Trump sich ins eigene Fleisch schneiden.  Mexiko ist drittgrößter Handelspartner nach China und Canada.  Das sind über 270 Milliarden Dollar an Einfuhren jährlich. :roll:  Mit der neuen Steuer macht er die Firmen und Händler in den USA, die solche Produkte benötigen oder mit ihnen handeln, kaputt. Das ist alles viel zu kurz gedacht – nicht wie in seiner bekannten Fernsehshow…

 

William Binney

EXZESSIVES DATEN SAMMELN MACHT AUF DAUER KEINEN SINN…

Der ehemalige technische Direktor des NSA bezweifelt, dass immer mehr Informationen automatisch zu besseren Ergebnissen führen. „Massenüberwachung hilft nicht“ ! Analysten ertrinken in Informationen. Nach jedem Anschlag stellt sich heraus, dass die Täter zuvor in irgendeiner Datenbank gespeichert waren – doch sie hätten nur durch fokussiertes Beobachten aufgehalten werden können. Trotzdem wird das massenhafte Daten sammeln Jahr für Jahr ausgeweitet…

William Binney, der sich zu einem der schärfsten Kritiker der NSA gemausert hat, schlägt noch etwas anderes vor: „Streicht den Geheimdiensten die finanzielle Unterstützung ! Wenn sie kein Geld für Datencenter haben, können sie nicht mehr so viel für so lange Zeit speichern“. Jedes Mal, wenn sie einen Anschlag nicht verhindern, sollte ihr Budget um zehn Prozent gekürzt werden. Dadurch gehen die Dienste zwar irgendwann ganz kaputt, doch könnte man damit gut leben: „Was hätten wir denn verloren? Gar nichts. Sie waren schon vorher kaputt.“

 

Huo Ling

 

Ich möchte schlafen, doch stehe ich immer wieder auf,
habe Angst, dem Himmel meine Sorgen zu erzählen.
Auch diese Nacht scheint mir wie die Nacht zuvor.
Der sinkende Mond sitzt auf den kahlen Zweigen
und die fahlen Schatten am Teich flüstern leise…