Friedrich Hölderlin

M E N S C H E N B E I F A L L

Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll,
Seit ich liebe? warum achtetet ihr mich mehr,
Da ich stolzer und wilder,
Wortereicher und leerer war?

Ach! der Menge gefällt, was auf den Marktplatz taugt,
Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen;
An das Göttliche glauben
Die allein, die es selber sind.

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15 Gedanken zu “Friedrich Hölderlin

        1. Deswegen hab ich es ja auch gepostet.
          Es ist oft frappierend, wie weitsichtig
          die Dichter vergangener Jahrhunderte
          waren.

          Heine hatte doch sinngemäß einen berühmten Ausspruch: „wenn sie Bücher brennen sehen, dann werden sie auch irgendwann Menschen verbrennen“ – das hundert Jahre vor Auschwitz… 🙄

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                1. Aber er hat immer sehr unter der Trennung von Deutschland gelitten – seine Lebensumstände dort waren auch nicht gerade erquicklich, zudem war er krank. Ich denke, das Exil war kein Zuckerschlecken. Es ist ein Unterschied, ob Du freiwillig in Paris bist oder verdammt dort zu bleiben, weil dir in der Heimat Gefängnis droht.

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                    1. Das ist war. Kafka wollte, dass Max Brodt alles verbrennt. Wie gut, dass er es nicht getan hat. Hölderlin versank langsam im Wahnsinn und Heine hatte wahrscheinlich Syphillis oder Tuberkolose – auf jeden Fall kein Geld. Kafka musste als Versicherungsvertreter arbeiten – was für ein Hohn.

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