Mimas

Der Herschel Krater hat einen Durchmesser von 140 Kilometern.
Es muss ein gewaltiger Einschlag gewesen sein, der einst diese
Wunde in den kleinen Saturn Mond geschlagen hat.
(foto – NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)

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Patricia Kaas

Die Französin hat viel für die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich getan – im Dezember feierte sie ihren 50.Geburtstag. Dieses Jahr steht eine große Welttournee an.

Yao Yuan

 

W I N T E R G E D A N K E N

Der Sonnenschein im Januar
Verbirgt kalte, nasse Kleidung
Träume sind noch steifgefroren

Der Fisch schläft am Grund des Meeres
Ein Boot fährt gegen ein verstecktes Riff
Das Laub ist auf dem nachherbstlichen Weg

Hubble findet Exoplaneten

Animation der NASA

Die folgenden Bilder  zeigen einen Schatten, der sich gegen den Uhrzeigersinn um eine Gas- und Staubscheibe herum bewegt, die den jungen Stern TW Hydrae umkreist. Die beiden Fotos oben, aufgenommen durch den Space Telescope Imaging Spectrograph, zeigen eine ungleichmäßige Helligkeit über der Hauptscheibe. Durch verbesserte Bildverarbeitung (Bilder unten) wird die Dunkelfärbung noch deutlicher.

Diese erweiterten Darstellungen erlauben Astronomen, den Grund für die Änderungen in der Helligkeit zu bestimmen. Die Dimmung der Scheibe oben links, wird durch eine Schattenverteilung über der äußeren Scheibe verursacht. Die gestrichelten Linien entsprechen ungefähr dem Schatten. Die langen Pfeile zeigen, wie weit sich der Schatten in einem Jahr bewegt hat: von 2015 bis 2016 ungefähr 20 Grad.

Basierend auf Hubble-Archivdaten, haben Astronomen ausgerechnet, dass der Schatten etwa alle 16 Jahre einmal um den Stern kreist. Er dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die Gravitations-wirkung eines unsichtbaren Planeten verursacht werden, der in der Nähe den Stern umrundet.

Credits: NASA, ESA und J. Debes (STScI)

 

Annette v. Droste Hülshoff

 

N O T

Was redet ihr so viel von Angst und Not
In eurem tadellosen Treiben?
Ihr frommen Leute, schlagt die Sorge tot,
Sie will ja doch nicht bei euch bleiben!

Doch wo die Not, um die das Mitleid weint,
Nur wie der Tropfen an des Trinkers Hand,
Indes die dunkle Flut, die keiner meint,
Verborgen steht bis an der Seele Rand –

Ihr frommen Leute wollt die Sorge kennen,
Und habt doch nie die Schuld gesehn!
Doch sie, sie dürfen schon das Leben nennen
Und seine grauenvollen Höhn.

Hinauf schallt’s wie Gesang und Loben,
Und um die Blumen spielt der Strahl,
Die Menschen wohnen still im Tal,
Die dunklen Geier horsten droben.

 

 

(sie hätte heute 220. Geburtstag)

„Ein Frankfurter Kaufmann“…

 

Ich kann beim besten Willen nicht in die Lobhudeleien über Ignatz Bubis mit einstimmen. Sogar eine eigene  Gedenksendung im Fernsehen bekommt er. Was hat der Mann eigentlich gemacht, bevor er Zentralratsvorsitzender der Juden wurde? Ich habe Bubis in sehr schlechter Erinnerung aus den 70er Jahren. Er hat sich aktiv an der Zerstörung des Frankfurter Westends beteiligt und dabei noch eine goldene Nase verdient. Gentrifizierung nennt man sowas heute. Entmietung, mutwillige Zerstörung schöner Gründerzeit Bausubstanz, um dort hässliche Glastempel der Banken und Versicherungen zu errichten.

Aber das war noch nicht alles. Der Gipfel war die aktive Verhinderung des Stücks „Der Müll, die Stadt und der Tod“ von Rainer Werner Fassbinder, an den städtischen Bühnen Frankfurt, in den 80er Jahren. Dort hat sich Bubis als Kulturbanause hervorgetan und kam tatsächlich damit durch. Ein bis dahin nach dem Krieg einmaliger Vorgang in der Stadtgeschichte! Nein, Herr Bubis hat bei mir keinen „Judenbonus“. Unrecht bleibt Unrecht – warum hat ihn denn das Fassbinder Stück so aufgeregt? Weil der berühmte Regisseur DAS offen benannte, was Sache war! Bubis WAR ein Bauspekulant, viel Geld verdient HAT er damit und Jude war er auch! Also, wo soll da der Antisemitismus gewesen sein? Warum fühlte der Mann sich denn so auf den Schlips getreten? Weil die Geschichte wahr war – und wo bitteschön blieb dann bei der Bühnenerstürmung durch ihn und seinen Zögling Michel Friedmann die Freiheit der Kunst?

Inzwischen ist das Stück an diversen Theatern im In- und Ausland, übrigens auch in Israel, anstandslos gelaufen, ohne das ein Hahn danach gekräht hätte. „Ein Stück gegen Ignatz Bubis hätte eigentlich Tel Aviv zum Schauplatz haben müssen und nicht Frankfurt“, sagte einmal ein Israeli.

Denn nach dem Bauboom in Frankfurt, nahmen sich die selben Herren die Strandpromenade in Israels größter Stadt vor und verschandelten sie mit ähnlich hässlichen Hochhauskästen, wie vorher das Frankfurter Westend. Nein, das war ganz schlechter Stil! Niemand anders hätte sich solche Dinge ungestraft leisten dürfen. Ich weine Bubis deshalb und wegen seiner miesen Geschäfte keine einzige Träne nach – von wegen ein „Frankfurter Kaufmann“. So wichtig war Bubis wirklich nicht, dass man jetzt Land auf, Land ab übertrieben seiner gedenken müsste. Er war noch nicht mal ein besonders guter Zentralratsvorsitzender. Es reicht wirklich, dass eine Brücke in Frankfurt nach ihm benannt ist.