Donald Trump

AUSZÜGE EINES ESSAYS VON ELIOT A. COHEN

„Weil das Problem sein Temperament und sein Charakter sind, wird es nicht besser werden. Es wird schlimmer werden, weil die Macht Trump und seine Leute berauscht. Das Ganze wird wahrscheinlich in einem Unglück enden – in großen Protesten und Gewalt, einem Zusammenbruch der internationalen Handelsbeziehungen, dem Kollaps der wichtigsten Bündnisse und vielleicht sogar einem oder mehreren neuen Kriegen (vielleicht sogar mit China). Es wäre nicht im Geringsten überraschend, wenn diese Amtszeit nicht in vier oder acht Jahren endet, sondern schon früher, durch ein Impeachment-Verfahren oder eine Amtsenthebung nach dem 25. Verfassungszusatz. Je früher die Amerikaner sich an diese Wahrscheinlichkeiten gewöhnen, desto besser.

Schon in einer einzigen spektakulären Woche hat Trump sich als einer der schlechtesten Präsidenten unserer Geschichte herausgestellt, der die Wahrheit nicht beachtet (und sie sogar verachtet) und dessen Patriotismus nichts weiter ist als ein kriegerischer Nationalismus. Trumps bisheriger Dienst an der amerikanischen Gesellschaft beschränkt sich darauf, dass er sich sowohl vor seiner Einberufung als auch vor der Zahlung von Steuern gedrückt hat – er kennt die Verfassung nicht, liest nicht und versteht deshalb auch nichts von unserer Geschichte. Und im Moment seines größten Erfolges ist er besessen von Zustimmungswerten, seinen Feinden und der Frage, wie viele Menschen ihm auf der Mall in Washington zugehört haben.

Donald Trump wird noch viel mehr Schaden anrichten, bevor er die Bühne wieder verlässt und zu einer gruseligen Figur in den Geschichtsbüchern unserer Enkel wird, über die sie sich wundern werden. Um den Schaden zu reparieren, den er verursacht haben wird, müssen die Amerikaner besonders darauf achten, was sie ihre Kinder lehren: nicht nur die Liebe zu unserem Land, sondern auch Gerechtigkeitssinn, nicht nur die demokratischen Prozesse, sondern vor allem die demokratischen Werte. In ihren eigenen Gemeinden können die Amerikaner eine gemeinsame Ebene mit jenen finden, die als politische Gegner zu begreifen ihnen eingetrichtert wurde. Sie können versuchen, die politische Kultur zu erneuern, die durch das verkommene System der Staatsbürgerkunde und den Zynismus ihrer Populärkultur Schaden genommen hat.

Die Ereignisse dieser Woche waren lediglich ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Wir müssen abwarten, was geschieht, wenn Trump versuchen sollte, die Bundessteuerbehörde oder das FBI zur Ausschaltung seiner Gegner zu benutzen. Er glaubt, dass er mit dem Tyrannisieren von Unternehmen erfolgreich war und hat deshalb auch keine Skrupel, es bei Menschen zu tun – selbst bei jenen, die ungleich weniger Macht haben als er. Seine Berater fordern bereits, dass kritische Journalisten entlassen werden sollen – es steht zu erwarten, dass Trump künftig noch mehr Anstrengungen in persönliche Vergeltungsmaßnahmen stecken wird. Auch hat er in seiner ersten Woche bewiesen, dass er mit Hilfe von Dekreten zu regieren gedenkt. Sie werden die normalen Gesetze ersetzen, die ihren Weg durch das Repräsentantenhaus nehmen.

Am Ende aber wird Trump trotzdem scheitern. Er wird scheitern, weil seine Strategie, so gerissen seine Taktik auch sein mag, schrecklich ist: Die „New York Times“, die CIA, die mexikanisch-stämmigen Amerikaner und all die anderen, die er schon angegriffen hat, werden nicht einfach verschwinden. Mit jedem Angriff schafft Trump sich neue Feinde und stärkt ihre Verbundenheit untereinander; er mag seine Follower haben, aber er gewinnt keine neuen Freunde dazu. Er wird scheitern, weil er die Gerichte nicht korrumpieren kann und selbst der zaghafteste Senator früher oder später sagen wird: „Es ist genug.“ Er wird scheitern, weil am Ende des Tages die meisten Amerikaner, auch jene, die für ihn gestimmt haben, anständige Menschen sind, die kein Verlangen verspüren, in einer amerikanischen Version von Erdogans Türkei, Orbàns Ungarn oder Putins Russland zu leben.“

Eliot A. Cohen war von 2007 bis 2009 Berater („Counselor“) von Außenministerin Condoleezza Rice unter der Bush-Regierung und bekleidete damit eine der ranghöchsten Positionen im amerikanischen Außenministerium. Heute ist er Direktor des Strategic Studies Programs an der Johns Hopkins University School of Advanced International Studies in Washington D.C. 

Ming Hu

F R Ü H L I N G S E R W A R T U N G

Wenn ich könnte würde ich von jetzt an
und für immer und ewig mich ganz in die
glanzvollen und totenstillen Eislichter
versenken – verrückt vor Hunger…

Deine Stimme weht herbei, dringt ins Ohr,
die Blicke so tief, es gibt keine Worte dafür.
Ich rieche den süßen Hauch von Frühling –
nimm mich mit, lass uns gemeinsam fliegen!

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