Jin Yi

EINEN TRAUM ERINNERN

Verbraucht ist das Duftöl, das Feuer ist Asche, die Nacht ist kalt
Ein Traum so blass wie Rauch, vorbei, noch da, so verwirrend
Der Mond geht unter, in der Mitte des Baches ist keiner zu sehn
Ich ertrage die Kälte und stehe eine Weile im Westen der Brücke

 

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Fishing Fox

Fishing fox

Habt ihr schon mal einen Fuchs gesehen, der sich aus einem Bergbach eine Forelle fischt – mir war es auch neu, aber hier ist er !

(foto – Christian Moritz)

S-106

Sharpless 2-106

Ein junger Stern versteckt sich im Inneren dieser Gas- und Staubwolke und formt durch seine Jets einen sanduhrförmigen Nebel, 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Schwan (foto – Phil Plait).

Kurt Tucholsky

PARC MONCEAU

Hier ist es hübsch. Hier kann ich ruhig träumen.
Hier bin ich Mensch – und nicht nur Zivilist.
Hier darf ich links gehn. Unter grünen Bäumen
sagt keine Tafel, was verboten ist.

Ein dicker Kullerball liegt auf dem Rasen.
Ein Vogel zupft an einem hellen Blatt.
Ein kleiner Junge gräbt sich in der Nasen
und freut sich, wenn er was gefunden hat.

Es prüfen vier Amerikanerinnen,
ob Cook auch recht hat und hier Bäume stehn.
Paris von außen und Paris von innen:
sie sehen nichts und müssen alles sehn.

Die Kinder lärmen auf den bunten Steinen.
Die Sonne scheint und glitzert auf ein Haus.
Ich sitze still und lasse mich bescheinen
und ruh von meinem Vaterlande aus.

 

(dies schrieb der gute Kurt im Jahre 1924, da wusste er
nicht, wie schlimm es nach 1930 noch kommen sollte…)