Enceladus ganz nah

Diese Nahaufnahme der Sonde Cassini Huygens zeigt, dass die Oberfläche des eisigen Saturnmondes Enceladus keinesfalls so glatt ist, wie es aus der Entfernung scheint. Sie ähnelt eher einem großen Gletscher, mit tiefen Rinnen, Verwerfungen und Spalten (foto-NASA).

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Deutsches Jazzfestival Frankfurt

DER DRITTE ABEND UND FAZIT

Heute gab es noch drei Leckerbissen für die Jazzfreunde. Zuerst versuchte sich die Big Band mit mäßigem Erfolg an Frank Zappas “Jazz from Hell” – das Projekt hat mich nicht wirklich überzeugt, das war einfach zu brav. Danach hörten wir Avishai Cohen aus Israel zusammen mit Mark Turner und den beiden Japanern als Sidemen. Ein klasse Konzert – hört mal in den Mitschnitt rein! Und zum Schluss gab es experimentelle Klänge von Alfred Harth und Chris Cutler in Anlehnung an „Cassiber“. Auch diese Geschichte hat mich nicht vollends überzeugt – aber man kann nicht alles haben. Mein Fazit dieses Jahrgangs: Highlight war Roscoe Mitchell mit Jack DeJohnette gestern, schön auch das Mantler Projekt der Big Band am ersten Abend und hörenswert heute das Mark Turner/Avishai Cohen Konzert.

http://www.hr-online.de/website/specials/extended/index.jsp?rubrik=93552&startrubrik=57993

Alle Aufnahmen sind ab jetzt „on demand“ bei „arte-concert“ verfügbar!

Bo Lo-Tian

VERDORRTER MAULBEER

Am Wegesrand ein alter dürrer Stamm –
Die Dürre kam ihm nicht an diesem Tag:
Die Rinde gelb, von außen wähnt man Saft,
Das Mark geschwärzt, von innen her verdorrt,
Gehts ihm wie vielen, die gebeugt der Schmerz
Und nicht die äußren Feuer ausgebrannt…

Kosmisches Feuerwerk NGC 1333

Ein Cluster aus jungen Sternen, alle unter zwei Millionen Jahre alt, ein Wimpernschlag gemessen an der Lebensdauer einer Sonne – quasi eine Sterngeburtsstätte. Diese Sonnen werden noch Milliarden Jahre glühen!  Das Bild der NASA kombiniert Aufnahmen des Röntgenteleskops Chandra mit solchen des Spitzerteleskops im infraroten Spektrum.

Fred Vargas

In dem neuesten Roman der französischen Autorin verirrt sich Kommissar Adamsberg nach Island, wo er einen skurillen Fall zu klären hat. Ich bin eigentlich nicht der große Krimifan, aber bei Frédérique Audoin-Rouzeau mache ich schon länger eine Ausnahme. Wusstet ihr, dass die Dame gelernte Archeozoologin ist – das erklärt einiges. Wer so einen seltenen Beruf erlernt hat, darf auch mit einer überbordenden Fantasie gesegnet sein.  „Temps glaciaires“, so der französische Originaltitel, handelt von zweierlei eisigen Zeiten: Den tödlichen Tagen auf Island (fast auch tödlich für Adamsberg und seine Kollegen), sowie der grausam wütenden Französischen Revolution vor 220 Jahren. Ganz nebenbei lernen wir in großartiger Charakterzeichnung Gestalten dieser Revolution kennen, deren Nachfahren wohl etwas mit dem aktuellen Fall zu tun haben – ich will nicht zu viel verraten. Das Buch ist empfehlenswert, auch für nicht Krimi Junkies!

Fred Vargas: „Das barmherzige Fallbeil“ – Kriminalroman. Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze. Limes 2015. 512 Seiten, 19,99 Euro.

Die Euphrosyne Asteroiden

Diese Asteroiden sind wahrscheinlich das Produkt einer der letzten Kollisionen in unserem Sonnensystem. Weit außerhalb des regulären Asteroidengürtels haben diese Brocken ihre ungewöhnliche Bahn. Die Bruchstücke stammen von einem der größten Asteroiden, eben Euphrosyne, und wurden dort vor etwas über 700 Millionen Jahren herausgeprengt ( foto – WISE – durch zweimaliges klicken aufpoppen! ).

Max Dauthendey


EINST WERDEN SONN´UND STERNE KALT

Du liegst so gut in meinem Arm,
So gut ruht nur in mir mein Herz.
Wir schweben wie das Feuer fort
Und leben nur der Küsse Leben.
Einst werden Sonn‘ und Sterne kalt,
Uns hat der Tod vergessen müssen,
Und tausend, tausend Jahre alt
Leben wir noch in jungen Küssen.