Ein blauer Einschlagskrater auf dem Mars

Noch ein Beitrag aus meinem alten Blog – hier hat mich besonders das hochauflösende Foto  fasziniert, dass man durch zweimaliges klicken nochmals weiter vergrößern kann (2014):

Ein Gesteinsbrocken hat auf dem Mars ein interessantes Phänomen erzeugt: Der von der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiters fotografierte Einschlagskrater misst rund 30 Meter. Dabei wurde um den Krater der rötliche Sand, der normalerweise die Marsoberfläche bedeckt weggeblasen, wodurch das darunter liegende Gestein nun freiliegt. Die Mineralien erscheinen auf dem farbverstärkten Foto in einem hellen Blau. Die HiRISE-Kamera produziert typischerweise 800-Megapixel-Bilder. Die Auflösung ist also gigantisch!

Planetenforscher schätzen anhand der Bilder von Raumsonden, dass der Mars pro Jahr von rund 200 Asteroiden getroffen wird, die beim Einschlag einen Krater erzeugen. Die Marsatmosphäre ist ja mit einem Druck von im Mittel nur sieben Millibar sehr dünn, das entspricht weniger als einem Prozent der Erdatmosphäre. Sie bremst daher auftreffende Asteroiden kaum ab, so dass sie mit hoher Geschwindigkeit die Marsoberfläche erreichen. Somit explodieren sie quasi beim Aufschlag und verdampfen dabei weitgehend, da ihre hohe Bewegungsenergie schlagartig in Wärme umgewandelt wird, und nicht in einer Atmosphäre durch Reibung vorher abgenutzt wurde. Dabei wird dann ein tiefer Krater aus der Marsoberfläche herausgesprengt. Wenn man das Foto in der Vergrößerung genauer betrachtet, kann man im Staub um den blauen Krater noch mehrere kleinere Einschläge erkennen.

(foto – NASA/JPL/University of Arizona)

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